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Nachrichten > Politik und Gesellschaft

Mit Gottvertrauen und frisch gewaschenem Hals in zweite Amtszeit


Bürgermeister Bernhard Martin mit Feuerwehrauto zusammen mit Bruno Schmitt nach der offiziellen Verpflichtung (Foto:Claussen)

(jc) Es kommt nicht häufig vor, dass mehr Zuhörer als Gemeinderäte bei einer Sitzung des Gemeinderats im Ratssaal anwesend sind. Heute war ein solcher Tag. Einziger Tagesordnungspunkt der musikalisch von den Salonikern der Musikschule umrahmten Gemeinderatssitzung im Rathaus war am Abend die Verpflichtung von Bürgermeister Bernhard Martin für seine zweite Amtszeit. Aus diesem Anlass konnte sein ehrenamtlicher Stellvertreter, Günter Wiedemer, in den Reihen der Gäste zahlreiche Persönlichkeiten aus dem öffentlichen Leben begrüßen, darunter die Landtagsabgeordneten Elke Brunnemer und Ilona Dörr sowie zahlreiche Bürgermeister aus dem Umland, an der Spitze Oberbürgermeister Gerhard Lauth aus Mosbach und Roland Schilling aus Schönbrunn.
Bruno Schmitt, dienstältester Stadtrat und nach Gemeindeordnung vom Gremium einstimmig für diese Aufgabe gewählt, nahm die Verpflichtung Martins vor. Angesichts leerer Kassen ist wohl eine Feuerwehrmann an der Spitze von Nöten, so zumindest ist das Geschenk des Gemeinderats an Bernhard Martin zu verstehen. Ein Spielzeug-Feuerwehrauto überreichte Bruno Schmitt nach der Verpflichtung. Auch die Überbringer der Grußworte, Elke Brunnemer, Albin Herrmann als Vertreter des verhinderten Landrats und Roland Schilling kamen am Thema Finanzen nicht lange vorbei und verbreiteten auch keineswegs Hoffnung auf Besserung sondern prophezeiten eine weitere Verschärfung der Lage. Da ein solcher Tag aber keine negativen Schlüsse zulässt ließ man keinen Zweifel daran, dass Martin diese "Herkules-Aufgabe" trotzdem meistern werde.
Drei heitere Berufsoptimisten als Vertreter der Kirchen, in Person von Pfarrerin Sabine König, Pfarrer Ekkehard Leytz und Pfarrer Hubert Seitz ans Mikrofon getreten, berichteten in Reimform zwar auch von leeren Kirchenkassen, überreichten aber dennoch in unterhaltsamer Form Präsente in Form von Wein und Düften. Personalratsvorsitzende Elvira Müller bekräftigte die Bereitschaft der städtischen Beschäftigten zur konstruktiven Zusammenarbeit auch in den nächsten acht Jahren.
In seiner Ansprache klammerte Bernhard Martin bewusst tagespolitische Themen aus. So wurde das heiß diskutierte „W-Wort“ ausdrücklich augenzwinkernd umschifft und als "Das Landschaft prägende Element des Odenwalds, die Pflanzengesellschaft mit wild wachsenden, hochwüchsigen Holzarten" umschrieben.
Eines seiner Maxime im Amt habe er von seinem Ziehvater, dem verstorbenen Minister Gerhard Weiser übernommen. "Nimm Deine Aufgabe ernst, aber Dich selbst nicht so wichtig". Eine Stadt funktioniere als komplexe Organisation nur, wenn alle Rädlein ineinander greifen, wobei er selbst nur eines von vielen dieser Rädchen sei.
In schwierigen Situationen brauche man aber eigentlich nur zwei Dinge. Gottvertrauen und einen frisch gewaschenen Hals.




30.12.04

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