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Ausbildung zum Strömungsretter bei DLRG Mitgliederversammlung vorgestellt


Heinz Thöne (2.v.r.) ehrte für langjährige Mitgliedschaft: (v.l.) Marius Sauerborn Johann Bachl, Sigrid Kapell und Gerd Schäfer (Foto:privat)

(jc) (ul) Wer denkt, eine Mitgliederversammlung wäre eine eher langweilige Veranstaltung, kennt die der DLRG Eberbach nicht. Der 1. Vorsitzende, Heinz Thöne, findet jedes Mal ein spannendes und interessantes Thema, mit dem er die Anwesenden überrascht und fesselt.
War es in den vergangenen Jahren mal ein Vortrag über den ersten außereuropäischen Einsatz der DLRG im Rahmen der Hilfsmaßnahmen bei der Tsunami-Katastrophe oder wie im vergangenen Jahr zum Auftakt der 25-Jahrfeier der Rettungswache eine Dia-Show aus zweieinhalb Jahrzehnten DLRG-Arbeit, so ging es in diesem Jahr um eine Ergänzungsausbildung für Helfer im Wasserrettungsdienst zum Strömungsretter. Aber dies kam erst im zweiten Teil.
Zunächst bedankte sich Heinz Thöne bei den knapp 30 Anwesenden für ihre Teilnahme. In einer Gedenkminute wurde dann an den im vergangenen Jahr verstorbenen Josef Schmidt gedacht, der der DLRG fast 24 Jahr lang die Treue hielt.
Im Jahresrückblick ließ man danach noch einmal das große Jubiläum Revue passieren, das mit der Beachparty, dem Spielmobil im Schwimmbad und dem offiziellen Teil mit vielen Ehrengästen, darunter der SPD Landes- und Fraktionsvorsitzenden Ute Vogt, großen Anklang fand. In der Vorbereitung des Jubiläums war die komplette Rettungswache sozusagen generalüberholt worden, was in unzähligen Arbeitsstunden von vielen DLRG-Mitgliedern geleistet wurde.
Natürlich kam im vergangenen Jahr auch die eigentliche DLRG-Arbeit nicht zu kurz. Die DLRG Eberbach leistete 1700 Wachstunden, hatte 3 Großveranstaltungen abgesichert, unternahm 28 Erste Hilfe-Einsätze, gab zweimal Schlepphilfe und wurde nach Neckarbischofsheim zur Bergung eines mit dem Rollstuhl in einen Bach gefahrenen Mannes gerufen. Matthias Hils und Theo Neuer gaben im vergangenen Jahr Ersthelfer- und Erste Hilfe-Kurse. Seit kurzem engagiert sich die DLRG auch in der Lehrerfortbildung. Hierbei unterweisen und trainieren DLRG-Mitglieder LehrerInnen, die selbst Schwimmkurse geben und regelmäßig den Nachweis erbringen müssen, dass sie notfalls jemanden retten und adäquat versorgen können.
Aktuell hat die DLRG Eberbach 7 Einsatztaucher mit Tauchfreigabe im Einsatz, vier weitere befinden sich in Ausbildung. Daneben sind 10 DLRGler aktive Bootsführer und drei in Ausbildung. Die DLRG kann bei Einsätzen auf 30 Helfer im Wasserrettungsdienst zurückgreifen, womit sie für ihre Aufgabe, für Sicherheit im, am und auf dem Wasser zu sorgen, bestens gerüstet ist.
Die Treue der Mitglieder zu der Eberbacher DLRG zeigte sich bei den stattfindenden Ehrungen. Marius Sauerborn und Sven Kappes erhielten das Mitgliedsehrenzeichen in Bronze für 10 Jahre Mitgliedschaft, Frank Reimold das in Silber für 25 Jahre bei der DLRG. Gleich vier Mitglieder wurden für 40 Jahre DLRG-Zugehörigkeit geehrt und erhielten dafür von Heinz Thöne ein kleines Präsent sowie das Mitgliedsehrenzeichen in Silber mit goldenem Eichenrand: Sigrid Kapell, Siegfried Böder sowie Gerd Schäfer und Johann Bachl sind der DLRG seit bald einem halben Jahrhundert verbunden! Ein besonderer Dank ging auch an Bernd Neukirchen für seine langjährige aktive Tätigkeit im Vorstand der DLRG als Leiter Ausbildung. Als seine Nachfolgerin wurde Steffi Meier gewählt, die als Schwimmmeisterin im Eberbacher Hallen- und Schwimmbad die besten Voraussetzungen mitbringt.
Natürlich kam bei der Mitgliederversammlung auch die Verwaltung nicht zu kurz. Trotz des Jubiläumsjahres und der damit verbundenen höheren Ausgaben hatte die DLRG im vergangenen Jahr gut gewirtschaftet und mit einem kleinen Überschuss abgeschlossen. Die Kassenwartin, Doris Neukirchen, wurde daher gerne entlastet – wie auch im Anschluss der gesamte Vorstand – und der Haushalt für das Jahr 2007 einstimmig genehmigt.
Im Anschluss daran gab Heinz Thöne einen Überblick über die neue Zusatzausbildung zum Strömungsretter. Zur Einstimmung auf dieses Thema wurde ein Bericht aus den Fernsehnachrichten gezeigt, der über die Überschwemmung eines kleinen Kanals berichtete. Hierin wurde vor Augen geführt, mit welch ungeheurer Wucht und Gewalt Wasser selbst bei relativ geringer Tiefe Gegenstände und Menschen mit sich reißt, und was diese entfesselte Naturgewalt anrichten kann. Ohne professionelle Ausbildung und spezielle Ausrüstung kann kaum mehr qualifiziert Hilfe geleistet werden, ohne sich selbst zu gefährden. Da Überschwemmungen bei den Umweltkatastrophen den vordersten Platz belegen und leider immer mehr zunehmen, ist der Ausbildungsgang zum Strömungsretter außerordentlich sinnvoll.
Der DLRG Landesverband wird dazu pro Jahr zwei Lehrgänge anbieten, bei denen jeweils 30 Teilnehmer geschult werden. Um eigene Verletzungen möglichst auszuschließen, gehört eine besondere Schutzausstattung dazu: Helm, Neopren-Anzug mit Füßlingen, Rettungsweste, Protektoren, Handschuhe, Seil und Messer.
Zur Ausbildung gehören unter anderem Springen mit Leinensicherung, Abseilen, der Umgang mit der Ausrüstung sowie technische Grundlagen.
Im Oktober sollen die ersten Rettungshelfer aus Eberbach zum Übungsgelände in Hüningen in der Nähe von Lahr am Rhein geschickt werden, wo eine künstlich angelegte Wildwasserstrecke ideale Bedingungen für die Ausbildung bietet. Die DLRG ist in Deutschland derzeit die einzige Organisation, die eine solche Ausbildung, die in den USA als Swiftwater Rescue bekannt ist, anbietet.

07.03.07

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