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Nun aufgerichtet steh´n, drei schöne Häuser, ihr könnt seh´n…


(Foto: privat)

(bro) (ff) Mit diesen Worten wurde das zünftige Richtfest für eins von drei Fachwerkhäusern begonnen, welches die Zimmererlehrlinge der Theodor-Frey-Schule mit ihren Kollegen aus Dänemark und Frankreich auf ihrem zweiten Projektreffen abhielten. Das Richtfest war der Abschluss einer gelungenen Woche an der Odense Tekniske Skole (OTS) in Dänemark. Die Planung dieses Projektes hatte bereits im Oktober des letzten Jahres an der TFS in Eberbach begonnen. Die international gemischten Gruppen entwarfen die Baupläne, erstellten die erforderlichen Holzlisten und bauten drei Modelle im Maßstab 1: 10, welche vom 12. bis zum 16. März in Originalgröße erstellt wurden. Ein freudiges Wiedersehen gab es bei der Ankunft am Bahnhof in Odense, nachdem die Eberbacher Gruppe und die Schüler des Institut Européen de Formation aus Mouchard im Jura Frankreichs von den dänischen Kollegen empfangen wurden. Außerhalb der Stadt wurde die Unterkunft in einem geräumigen Ferienhaus auf dem Lande bezogen. Für den Sonntag stand ein Ausflug nach Nyborg, einer Stadt auf dem westlichen Teil der Insel Fynens, auf dem Programm. Die Hauptsaison beginnt erst Anfang April, so dass man das Schloss mit seinem imposanten Wehrturm sowie das Stadtmuseum nur von außen anschauen konnten. Zu Beginn erfuhren die Gäste auf einer Führung durch das riesige Schulgebäude sehr viel Wissenswertes über das dänische Ausbildungssystem im Baubereich. Nach dem Mittagessen, das die ganze Woche über von der TIB, der dänischen Bau-Gewerkschaft, gestiftet wurde, begann man mit den 1:1 Aufrissen und dem Sortieren der Hölzer. Die Arbeiten gingen zügig von der Hand. Die sprachlichen Schwierigkeiten konnten durch die Arbeitssprache Englisch und mithilfe vieler Skizzen gemeistert werden. Schon am Abend waren die ersten Werkzeuge bei der Arbeit. Trotz der Arbeit wollte man auch das Land und die Leute Dänemarks kennen lernen und verbrachte die zweite Hälfte des Mittwochs im Süden der Insel, wo die landestypischen Bauweisen - einstöckige, teilweise mit Reetdach gedeckte, Fachwerkhäuser besichtigt wurden. Der Waldbestand Dänemarks lässt nur eine schlichte Fachwerkbauweise ohne große Verzierungen zu. Diese Bauweisen beschränken sich auf das Wesentliche, jedoch wirken die weißen Gefache zwischen den roten Konstruktionshölzern sehr anmutig und erinnern an die Zeit, als noch die Stammesfürsten und Wikinger diesen Teil Dänemarks beherrschten.
Bei dem Besuch einer Baustelle, wo im Rahmen einer Sanierung das Reetdach erneuert wurde, konnte man sich auch über diese schöne, aus dem Naturprodukt Schilf hergestellte Dacheindeckung, informieren, welche das Landschaftsbild Fynens ziert. Am darauf folgenden Tag musste man nun etwas Zeit aufholen, und es wurde bei Scheinwerferlicht bis 9 Uhr abends auf dem Abbundplatz gearbeitet. Die französische Gruppe konnte bereits am Mittag ihr Haus fertig stellen, und so bekamen die dänische und die deutsche Gruppe Verstärkung, so dass der Fertigstellung der Häuser nichts mehr im Wege stand. Gegen Freitagmittag war es dann soweit. Die Häuser standen aufgerichtet und somit konnte mit dem Richtfest begonnen werden. Jede Gruppe sprach den traditionellen Haussegen der Zimmerleute für ihr vollbrachtes Werk, natürlich nicht ohne den dazugehörigen Schluck auf das Holz. Abschließende Worte fand schließlich der dänische Projektlehrer: "Nicht alles war perfekt, wir haben einige Fehler gemacht, aber wir haben voneinander gelernt. Es war nicht für jeden leicht, die Arbeitsweisen der anderen Länder zu verstehen und umzusetzen, jedoch wurde es ein Haus. Die vielen unterschiedlichen Wege haben zu einem Ergebnis geführt. Ich weiß, dass ihr euch auf ewig an dieses Projekt erinnern werdet. Ich danke Euch." Nach einem letzen gemeinsamen Abschlussfest in dem Ferienhaus machten sich die Eberbacher dann am Samstag wieder auf den Heimweg, ein wenig traurig, dennoch stolz auf das Vollbrachte. In diesem Projekt haben alle Auszubildenden gezeigt, dass sie von ihrem nächsten Ziel, dem erfolgreichen Abschluss ihrer Gesellenprüfung nicht mehr weit entfernt sind. Einen Abschluss, für den es keine Prüfung gibt, haben sie dennoch alle schon erworben. Sie haben sich erfolgreich als Europäer bewiesen, indem sie ihren Nachbarn respektierten mit ihm und von ihm lernten und somit zum europäischen Grundgedanken beitrugen.

Die Projektergebnisse können bis zum 27. März in der Haupfiliale der Sparkasse Neckartal-Odenwald besichtigt werden. Weitere Informationen kann man ab nächster Woche im Internet abrufen.

Infos im Internet:
www.tfs.hd.bw.schule


21.03.07

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