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Kunstfreunde-Konzert im evangelischen Gemeindehaus


(Foto: Agentur)

(bro) (khm) Im zweiten Kunstfreunde-Konzert am Freitag, 25. Oktober, um 20 Uhr musiziert im evangelischen Gemeindehaus am Leopoldsplatz das bekannte Notos-Klavierquartett: Sindri Lederer (Violine), Ralph Szigeti (Viola), Florian Streich (Violoncello) und Antonia Köster (Klavier) zusammen mit der Kontrabassistin Sophie Lücke.

Notos ist der Südwestwind der Antike, der stürmisch als auch aufhellend - wie eben auch Musik - sein kann. Die Presse spricht von einem „Ensemble mit schönsten Perspektiven“ angesichts von Preisen und häufigen Auslandsauftritten.

Auf dem Programm stehen: Frank Bridge (1879-1941), der in London Musik studierte, begehrter Kammermusikpartner war, auch Lehrer von Benjamin Britten (1913-76). Sein Phantasy-Klavierquartett fis-moll war eine Auftragsarbeit 1910 für den Musikliebhaber und Musiklexikonherausgeber Walter Willson Cobbett, der zur Förderung englischer Kammermusik 1905 einen Wettbewerb stiftete. Cobbett wünschte Kammermusik von besonderer Art: "phantasies", kurze Sätze nach musikalischen Formen aus elisabethanischer Zeit (16. Jh.), den "fancy-pieces" (Phantasie-Stücke). Das zwölfminütige Quartett gilt als eine seiner besten Kompositionen. Es ist ein breit angelegtes, rahmendes "Andante con moto", in dessen Mitte ein "Allegro vivace" mit einem rhythmisch raffinierten und einem kantablen Thema steht.

Zwischen Kompositionsbeginn (1855) und -ende (1875 in Ziegelhausen) von Brahms’ Klavierquartett (c-moll, op. 60) lagen ca. 20 Jahre. Es gibt autobiographische Hintergründe, da man von Brahms von einer “Werther-Stimmung“ (vgl. Goethes “Die Leiden des jungen Werthers)“ hört, d. h. von unglücklicher Liebe, der des jungen Brahms zu Clara Schumann. Das düstere Quartett, nur aufgehellt durch ein wunderbares Andante, könnte “der künstlerische Niederschlag dieses schmerzlichen Erlebens“ sein. Zum Quartett: Der Kopfsatz “Allegro non troppo“ beginnt mit grellen Klavieroktaven, Seufzermotiven (Streicher) und einer absinkende Tonlinie, so dass ein lastend dunkler Charakter sich einstellt. Das ebenfalls düstere “Scherzo: Allegro“ ist nach scharf punktierten Einleitungstakten von einem stürmisch dahin jagenden Rhythmus über unruhigen Triolen geprägt. Der dritte Satz “Andante“ (E-Dur) ist der beruhigendste. Er erinnert an den langsamen Satz einer Cello-Klavier-Sonate. Das Finale: “Allegro comodo“, ein kompositorische Meisterwerk, beginnt mit einem Doppelthema, bei dem die Violine den gesanglichen Teil vorträgt, während die "Klavierbegleitung" dazu kontrapunktisch aufspielt. Zwar endet der Satz in optimistischem Dur, dennoch nicht strahlend, sondern melancholisch.

Im Jahr 1817 vertonte Franz Schubert das Gedicht "Die Forelle" des schwäbischen Dichterrebellen Christian Daniel Schubart (1739-91). Das wegen des Liedzitats so genannte „Forellen-Quintett“ entstand 1819. Zehn Jahre später erschien - Schubert war 1828 gestorben - in Wien eine Notiz: „Unter den zahlreichen Manuskripten, welche der beliebte Tonsetzer Franz Schubert hinterließ, befand sich auch ein großes Quintett. Da dieses bereits in mehreren Cirkeln zur Aufführung gebracht wurde, und von den anwesenden Musikverständigen als ein Meisterwerk erklärt worden war, so glauben wir, das musikalische Publikum auf dieses neueste Werk des unvergesslichen Tonsetzers aufmerksam machen zu müssen.“ Das Quintett mit virtuosen Ansprüche an die Ausführenden ist die seltene Synthese von höchstem kompositorischem Niveau mit unmittelbarer Eingänglichkeit, Kammermusik und Divertimento in einem: d Schuberts volkstümlichste Kammermusik. Hier folgt hier auf ein Allegro vivace mit konzertanten Episoden über herrlicher Melodik ein vielfältig ausgeziertes liedhaftes Andante. Ihm steht ein schlagfertiges, energisches Scherzo: Presto gegenüber, dessen Turbulenz ein wiegendes Trio beruhigend entgegensteht. Zwischen dem Scherzo und dem finalen tänzerischen Allegro giusto erklingt das berühmte Andantino mit den sechs abwechslungsreichen Variationen über die Melodie des Forellen-Lieds.


04.10.13

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