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Staatskanzlei-Chef lobt die Vorreiterrolle der vier Kommunen


(Foto: Thomas Wilken)

(tom) "Sie schreiben hier Geschichte“: Kleiner ging es nicht beim Besuch vom Chef der hessischen Staatskanzlei, Axel Wintermeyer, in der Oberzent. Im Rothenberger Rathaus kam er mit den vier Bürgermeistern, Hausherr Hans Heinz Keursten, Sensbachtals Egon Scheuermann, Hessenecks Thomas Ihrig und Beerfeldens Stadtchef Gottfried Görig zusammen, um sich über Entstehung und Verlauf des Fusionsprozesses zu informieren. Und um großes Lob für die Vorreiterrolle der Oberzent-Kommunen loszuwerden, deren Arbeit sicher als Blaupause für weitere fusionswillige Gemeinden in Hessen dienen werde.

„Ich habe nicht glauben können, dass die flächenmäßig drittgrößte Kommune in Hessen entsteht“, machte Wintermeyer die Dimension des Zusammenschlusses deutlich. Überhaupt sei ein freiwilliger Zusammenschluss per se bemerkenswert. Seiner Meinung nach ist eine Zwangsfusion „die schlechteste Variante, um Gemeinden zusammenzubringen“. Denn letztendlich hänge die Entscheidung an den Menschen, die es mitzunehmen gelte.

Wie es in der Oberzent gelang, die Einwohner zu einer solch hohen Zustimmung im Bürgerentscheid zu bringen, war für den Staatsminister ebenfalls eine Erwähnung wert. Das bezeuge, „dass hier alles richtig gemacht wurde“. In einer größeren Struktur sei das Wirtschaften besser möglich als in kleinen Einheiten, betonte er. Dies auch vor dem Hintergrund, dass Wintermeyer „Demografiebeauftragter“ der hessischen Landesregierung ist.

„Bei abnehmenden Bevölkerungszahlen wird die Infrastruktur für eine Gemeinde immer teurer“, sagte der Staatskanzlei-Chef. Der Odenwald sei von dieser Entwicklung auch betroffen, allerdings nicht so stark wie Nordhessen. Dort gehe man in den nächsten 15 Jahren von einem Einwohnerschwund in Höhe von zwölf Prozent aus. Wobei Landrat Frank Matiaske einwarf, dass es auch im Odenwaldkreis regionale Unterschiede gebe. Der Norden stehe aufgrund der Nähe zu Darmstadt noch etwas besser da. „Im Südkreis müssen wir gegensteuern.“

Der Landrat wertete außerdem den in die Wege geleiteten Fusionsprozess in puncto Transparenz als „vorbildlich“. Von den vier Bürgermeistern sei eine Idee angeboten worden, „die zu diskutieren war“. Die Überzeugungsarbeit war von Erfolg gekrönt, wie das Ergebnis der Bürgerentscheide in den vier Ortschaften zeigte. In dieselbe Kerbe hieb auch CDU-Landtagsabgeordnete Judith Lannert, die das „positive Engagement vor Ort“ lobte.

Wintermeyer hinterfragte interessiert noch mehrere andere Aspekte des Fusionsprozesses. Diesen hatte zuvor der Projektleiter des Kommunal-Services Oberzent, Christian Kehrer, in einer Präsentation verdeutlicht. Kehrer legte dar, wie sich die Zusammenarbeit der vier Orte in den vergangenen zehn Jahren immer mehr vertiefte. Er verschwieg auch nicht die erst jetzt aufgetretene Diskussion um den neuen Stadtnamen.

Dem Staatsminister ging es unter anderem darum, wie sich die Kommunen kostengünstiger aufstellen können. Von ihm wurden die langen Abwasserkanäle und mögliche Alternativen gerade mit Blick auf Hesseneck angesprochen. Wobei Bürgermeister Ihrig meinte, man habe damals alle Varianten abgeklopft, die praktizierte sei die „günstigste“ gewesen.

Oder aber die ärztliche Versorgung, wobei das in Beerfelden projektierte Ärztezentrum auf besonderes Interesse von Wintermeyer stieß. Mit Einkaufsmöglichkeiten sei das wieder etwas anderes, meinte er, einen Arzt vor Ort wertete er jedoch „als ganz wichtiges Thema“. Auch vor dem Hintergrund, „die Region attraktiv zu machen“, die Ansiedlung nicht nur durch günstige Landpreise und niedrige Gebühren zu fördern, sondern auch durch harte Standortfaktoren.

„Was an Menschen hier in einer Gemeinde wohnt, macht in Frankfurt einen Straßenzug aus“, führte Christian Kehrer aus. Mit dem Unterschied, dass in Hesseneck Bürgermeister Ihrig 20 Kilometer mit dem Auto fährt, um in alle drei Ortsteile zu kommen und nicht ein paar hundert Meter. Seit 2001 habe die Oberzent über 1.000 Einwohner verloren, deshalb „müssen wir schauen, dass wieder Menschen herkommen“. Aufgrund der hohen Wohnkosten in der Stadt hoffe man, dass wieder eine „Landflucht“ im positiven Sinn einsetzt.

165 Quadratkilometer Fläche, 170 Kilometer Kanäle: Kehrer legte dar, „dass bei der Wasserversorgung nicht viel zu sparen ist“. Von den Bürgern gebe es bei den notwendigen Straßenumbenennungen im Zuge der Fusion „viel Engagement und Begeisterung“. Das von einem Heraldiker entworfene Wappen erfahre „im 23. Entwurf sehr viel Sympathie“.

03.02.17

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