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Abschusszahlen niedriger als geplant - Goldmedaille geht nach Brombach


Ingo Walter (l.) kommentierte die ausgestellten Trophäen. Rechts die Ehrung von Dr. Andreas Wiese durch Hans Schindl. (Fotos: Hubert Richter)

(hr) In ihrer traditionellen Rotwild-Hegeschau zog die Vereinigung der Rotwildjäger im Odenwald e.V. heute Nachmittag in der Eberbacher Stadthalle Bilanz des Jagdjahrs 2016/2017.

Zu dieser alljährlichen Veranstaltung kommen Jäger und Jagdinteressierte aus dem gesamten länderübergreifenden Rotwildgebiet Odenwald nach Eberbach und präsentieren dort die Geweihe der erlegten Hirsche. Das Gebiet umfasst eine Fläche von 46.000 Hektar in den Bundesländern Hessen, Baden-Württemberg und Bayern.

Für die Hege des Rotwilds - es ist die größte heimische Wildart Deutschlands - gibt es behördlich festgesetzte Abschusspläne, in denen das Abschuss-Soll je Revier festgelegt ist. Insgesamt waren im vergangenen Jagdjahr im Rotwildgebiet 830 Stück Rotwild zum Abschuss vorgesehen, gut 4 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Erlegt wurden 681 Stück, neun weniger als im Vorjahr. Der Abschussplan wurde somit zu 82 Prozent erfüllt. Im Vorjahr lag die Erfüllungsquote bei über 86 Prozent. Insbesondere beim männlichen Rotwild, den Hirschen, klappte die Abschusserfüllung weniger gut (76 Prozent). Seit 1983 ist es den Rotwildjägern aber ohnehin noch nie gelungen, das Abschuss-Soll zu erreichen. Ganz nah dran waren sie 1985, ansonsten aber pendelte die Erfüllungsquote zwischen 60 und 90 Prozent.

Die in der Stadthalle ausgestellten Geweihe wurden durch eine Jury bewertet und den Gästen durch Jagdprofi Ingo Walter erläutert. Die besten Abschüsse erhielten Medaillen. Der “silberne Bruch” für den stärksten alten Hirsch (über 13 Jahre) ging an das Eberbacher Revier “Gretengrund” für einen ungeraden 22-Ender. Stärkster Hirsch der Schau (Goldmedaille) war ein elfjähriger ungerader 16-Ender aus Brombach.

Auf der gestrigen Jahreshauptversammlung haben die Rotwildjäger beschlossen, das Abschuss-Soll im kommenden Jahr auf der Höhe von 2016/17 zu belassen, verbunden mit einem Appell des Vorstands, das Soll “unter Ausschöpfung der rechtlichen und jagdlichen Möglichkeiten “ zu erfüllen. Denn die Höhe der aktuellen Schälschäden an Waldbäumen sei “nicht hinnehmbar”, weshalb besonders die Zuwachsträger (Alttiere) bejagt werden sollten.

Bürgermeister-Stellvertreter Rolf Schieck ging in seinem Grußwort auf die Bemühungen ein, im Rahmen des Eberbacher Rotwildkonzepts die Spannungen zwischen Jagd und Wald dauerhaft abzubauen und die Schälschäden zu senken. Der Gemeinderat setze dabei auf einen Konsens, in dem gute vielleicht sehr gute Egebnisse möglich seien.

Der Vorsitzende der Rotwildjäger, Dr. Andreas Wiese, räumte ein, dass das vor sechs Jahren beschlossene Eberbacher Rotwildkonzept nicht zu einer Absenkung der Schälschäden geführt habe. Die Frage nach den Ursachen sei nicht eindeutig zu beantworten, aber das veränderte neue “Rotwildkonzept 2.0” zeige einen guten Weg auf. Die Reduzierung der Schälschäden auf das anerkannt tolerierbare Höchstmaß sei jedoch allenfalls durch eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Verpächter, Pächter und Reviernachbarn zu erreichen, meinte Wiese. Zum Vorwurf des Lobbyismus im Zusammenhang mit der Neuverpachtung der Eberbacher Rotwildreviere sagte er: “Ja, wir Rotwildjäger sind Lobbyisten. Lobbbyisten, die sich für die Belange des Rotwildes einsetzen und sich für das Rotwild verkämpfen.” Genauso seien Windkraftbefürworter Lobbyisten, wenn sie sich für die Windkraft einsetzten oder Naturschützer, die bei den Behörden Tempobegrenzungen für Krötenwanderungen beantragten.

Hans Schindl vom Landesjagdverband Hessen ehrte Dr. Andreas Wiese für seine langjährigen Verdienste um die Rotwildhege mit der silbernen Ehrennadel des LJV Hessen.

Für die passende Begleitung der Veranstaltung mit jagdlicher Musik sorgten die Jagdhornbläser “Sankt Hubertus” von der Bergstraße.

04.03.17

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