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40. Maßnahme von Hessen Mobil in Südhessen


(Foto: Thomas Wilken)

(tom) Die „Walterbachkurve“ an der ehemaligen Gaststätte „Zum Steinbruch“ ist jetzt für Motorradfahrer sicherer. Die talseitigen Leitplanken erhielten einen sogenannten „Unterfahrschutz“, der die Lücke zwischen dem Boden und der vorhandenen Schutzplanke schließt. Zur Einweihung der Streckensicherung waren die am Projekt Beteiligten und einige Motorradfahrer nun an der Strecke entlang der B 45 Richtung Hetzbach zusammenkommen.

Die Initiative dafür ging unter anderem von der gemeinnützigen GmbH „Mehrsi“ aus, an deren Spitze Geschäftsführerin Monika Schwill steht. Die 2003 gegründete Gesellschaft („Mehr Sicherheit für Biker“) hat es sich zur Aufgabe gemacht, deutschlandweit die Schutzplanken aller für Motorradfahrer gefährlichen Kurven umrüsten zu lassen. Schwill erläuterte, dass die B 45 eine beliebte Nord-Süd-Verbindung zwischen Eberbach und Dieburg sei. Gerade in den Sommermonaten ist der Odenwaldkreis mit seinen kurvenreichen Strecken ein Anziehungspunkt für Biker, sagte sie.

Mit Andreas Moritz von Hessen Mobil habe sie bereits vor etlichen Jahren bei Brensbach zusammengearbeitet, so Schwill. Moritz wies darauf hin, dass es sich bei der jetzigen Maßnahme um die 40. in Südhessen seit dem Jahr 2002 handle. Hessenweit wurden bisher rund 400 Kurven mit dem Unterfahrschutz ausgestattet. Der verhindert, dass Motorradfahrer bei einem Sturz unter die Leitplanke geraten. Somit wird ein gefährlicher Aufprall an die Stahlpfosten vermieden.

Diese „gute Sache für Biker“ soll auch in diesem Jahr fortgeführt werden, kündigte der Chef von Hessen Mobil an. Sechs Maßnahmen seien im Einzugsgebiet der Behörde geplant. Gerade die Walterbachkurve sei ein „neuralgischer Punkt“, an dem es schon bereits einige tödliche Unfälle gab. Hessen Mobil habe deshalb hier auch eine besonders griffige Fahrbahndecke eingebaut. „Wir tun, was wir können, um den Schaden auf das Material zu begrenzen“, sagte Moritz, früher selbst Motorradfahrer.

Ralf Löring von der Erbacher Polizei versteht beide Seiten, denn er hat „einen kleinen Zweirad-Fuhrpark zuhause“, scherzte Schwill. Ihm sei das Nebeneinander sehr wichtig, so Löring, der die Maßnahme an dieser Stelle mit anregte. Dem Polizisten war es „ein Anliegen und Herzenswunsch“, den Unterfahrschutz an dieser Stelle zu installieren, so der langjährige Polizeibeamte.

Allerdings müsse auch immer der Kopf des Bikers mitspielen, forderte er zu verantwortungsvollem Fahren auf. Nur der bauliche Aspekt verhindere keinen Unfall. Ein Thema, auf das auch Volker Weyrauch von der Verkehrsbehörde des Odenwaldkreises einging. Er begrüßte die Maßnahme, appellierte aber auch an die Zweiradfahrer, sich an die geltenden Vorschriften zu halten und äußerte seine Hoffnung, dass der Unterfahrschutz am besten gar nicht gebraucht werde.

„Hirn einschalten“, meinte auch Monika Schwill. Wobei sie darauf hinwies, dass die an diesem Tag versammelten Biker dafür die falsche Adresse seien, da diese verantwortungsbewusst unterwegs seien. Zu den Baukosten von 6.500 Euro steuerte „Mehrsi“ 1.000 Euro als Spende bei. Schwill verband die Scheckübergabe mit ihrem Dank an die Mitstreiter in den vergangenen 14 Jahren, die dabei halfen, Leben zu retten und die Straßen sicherer zu machen.

Schwill, Moritz, Weyrauch und Harald Körner von der Straßenmeisterei Beerfelden gingen im Anschluss daran, den Unterfahrschutz symbolisch zu montieren. Ein Motorradkorso entlang der jetzt sicher gemachten Kurve bildete den Abschluss. Bei allen Schutzmaßnahmen: Natürlich trägt auch „ein defensiver Fahrstil wesentlich zu mehr Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer bei“, so Schwill.

„Mehrsi“ steht für „Mehr Sicherheit“ und wurde 2003 als gemeinnützige Organisation mit Sitz in Köln gegründet. Ziel ist es, Todesrate und Verletzungsgrad unter Zweiradfahrern deutlich zu senken. Deutschlandweit sollen gefährliche Kurven mit Unterfahrschutz ausgestattet werden. Dies gelang bereits in zehn Bundesländern.

Infos im Internet:
www.mehrsi.org


10.04.17

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