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Nach 25 Jahren wird die Miniaturwelt im Haspelturm aufgegeben


Günter Lipski und Hannes Melchinger (v.l.) wollen die Schlüssel zum Zinnfigurenkabinett bald endgültig zurückgeben. (Foto: Claudia Richter)

(cr) Das Zinnfigurenkabinett in der Eberbacher Altstadt schließt Ende dieser Saison nach 25 Jahren seine Toren. Wer noch kulturhistorische Zinnfiguren in dem Stadtturm besichtigen möchte, sollte die Chance bis Ende Oktober dieses Jahres nutzen.

Als eine Rarität im "Ländle" wird das Zinnfigurenkabinett im Haspelturm, einem der noch gut erhaltenen vier Stadttürme Eberbachs, in den Kreisen der Zinnfigurenliebhaber beschrieben. Denn in dem um das Jahr 1340 erbauten Turm werden seit September 1992 Zinnfiguren ausgestellt. Nicht nur das Diorama von der Einweihung des Leopoldsplatzes im Jahr 1841 oder Szenen der Nibelungen-Sage, auch Sonderausstellungen zu bedeutenden geschichtlichen Ereignissen wurden mit Tausenden von Zinnfiguren in den vergangenen Jahren gezeigt.

Der Bürger- und Heimatverein Eberbach hat im Jahr 1990 gemeinsam mit dem Rotary-Club Eberbach und der Stadt Eberbach den Haspelturm für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht und in enger Zusammenarbeit mit der Gesellschaft der Freunde und Sammler kulturhistorischer Zinnfiguren (KLIO) in den alten Mauern das Zinnfigurenkabinett eröffnet. Ein eingespieltes Team aus Günter Lipski, ehemaliger Vorsitzender und jetzt Ehrenvorsitzender des BHV, Hannes Melchinger, der u.a. als Zinnfigurensammler Kontakte zu KLIO pflegte, und Dr. Wolfgang Weiß, Präsident der KLIO und Leihgeber von zahlreichen kulturhistorischen Figuren, ermöglichte es immer wieder, dass neue Sonderausstellungen in Eberbach zu besichtigen waren.

Im Jubiläumsjahr wollen Lipski und Melchinger ihre Aktivitäten im Zinnfigurenkabinett beenden. Man müsse sehr viel Zeit in die Zusammenstellung der Ausstellungen und den Aufbau aller Exponate investieren. Außerdem kommt die Beschaffenheit der Treppen im Inneren des Turm als besondere Herausforderung hinzu. Teile der Treppen sind ein Traum für alle Denkmalschützer, behindertengerecht sind sie jedoch nicht.

Mit sehr großem Bedauern habe sich der Bürger- und Heimatverein nach Wegfall der "örtlichen Hauptakteure" für die Schließung des Kabinetts entschieden, so der Vorsitzende des Vereins, Jens Müller. Der Verein habe keine Nachfolger für Lipski und Melchinger finden können, so Müller weiter. Außerdem müssten jährlich rund 2.000 Euro für das Zinnfigurenkabinett im Verein einkalkuliert werden, obwohl die Stadt den Turm mietfrei zur Verfügung stelle. Auch die Besucherzahlen seien von ehemals 900 Gästen auf knapp 360 pro Jahr zurückgegangen, erzählte Lipski. Melchinger und Lipski sinnierten darüber nach, wieviel Prozent der Eberbacher Bevölkerung und wie viele Stadträte jemals schon im Haspelturm eine Ausstellung besucht hätten. Die geschätzten Prozentzahlen liegen in einem eher niedrigen Bereich. Aber noch ist es nicht zu spät, denn bis Sonntag, 29. Oktober 2017, sind Gäste willkommen. Geöffnet ist der Turm immer mittwochs und samstags von 15.30 bis 17 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen von 14 bis 17 Uhr. Nach telefonischer Absprache mit Günter Lipski unter (06271) 3020 sind auch Sonderführungen möglich.

Wie und ob der Turm nach Schließung im Oktober weiter genutzt wird, sei unklar, sagte Müller. Gespräche darüber hätten jedoch stattgefunden.

Infos im Internet:
www.buerger-heimat-eberbach.de


05.05.17

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