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Emotionsgeladenes Thema im Montagsforum der CDU


(Foto: Hubert Richter)

(hr) Im katholischen Pfarrheim diskutierten am Montagabend auf Einladung der CDU Eberbach Windkraftgegner und -befürworter.

Obwohl weder ein Bauantrag für Windräder noch mögliche Investoren dafür in Aussicht sind, wird das Thema Windkraft in Eberbach zur Zeit so kontrovers und emotional diskutiert wie kaum ein anderes. Die CDU hat am Montagabend die beiden Interessengruppen “Initiative Windenergie für Eberbach” (IWE) und “Bürger für Bürger” zur Präsentation ihrer jeweiligen Standpunkte und anschließenden Fragerunde ins katholische Pfarrheim eingeladen. Erwartungsgemäß war die Veranstaltung sehr gut besucht.

Bettina Greif und Rainer Kunze (Bürger für Bürger) führten vor allem den Schutz der Landschaft und den Artenschutz (bestimmte Vogelarten) an und zitierten Gutachten, deren Ergebnisse ihrer Ansicht nach eine Windenergienutzung im Wald um Eberbach nicht zuließen. Außerdem befürchten sie unter anderem gesundheitliche Gefahren durch Infraschall und eine Gefährdung des Trinkwassers. Erheblich bessere Energie- und CO2-Einsparmöglichkeiten gebe es in anderen Bereichen als beim Strom, beispielsweise beim Autoverkehr, so Greif.

Für die IWE sprächen viele Gründe für Windenergienutzung in Eberbach, sagten deren Sprecher Jens Thomson und Jan Stephan, allen voran die energiepolitischen und ökologischen Vorteile der Windkraft. Thomson zeigte sich überzeugt, dass Windräder auf dem Hebert zwischen Eberbach und Schwanheim sehr wirtschaftlich betrieben werden könnten, die Voraussetzungen dafür seien sehr gut. Ihm schweben fünf Bürger-Windräder vor, an deren Erfolg die Eberbacher direkt beteiligt wären. Die IWE warnte vor Panikmache, z.B. durch gefälschte Fotos, die eine drohende “Verspargelung” an die Wand malen.

Der als Moderator fungierende Landtagsabgeordnete Dr. Albrecht Schütte wies zunächst auf die Rechtslage hin: Falls die Verwaltungsgemeinschaft Eberbach-Schönbrunn keine Vorrangflächen für Windenergie ausweist, könnte ein Investor überall da Anlagen bauen, wo es grundsätzlich möglich ist.
Um die Windkraftnutzung in möglichst geregelten Bahnen zu lenken, bemüht sich die Stadt Eberbach zusammen mit Umlandgemeinden seit 2011 um die Ausweisung von Vorrangflächen im Rahmen eines Teilflächennutzungsplans.
Im Sommer 2015 sprachen sich in einer mit großem Aufwand von der Stadtverwaltung durchgeführten Bürgerbefragung knapp 60 Prozent der Teilnehmer (Beteiligung: 35 Prozent) für Windenergiegewinnung auf dem Hebert aus. Ende September 2016 beschloss der Gemeinderat mehrheitlich, in einem “Interessenbekundungsverfahren” Investoren für die Windkraftnutzung auf dem Hebert für die städtischen Waldflächen zu suchen. Über Ergebnisse ist bisher nichts bekannt, und auch seitens der IWE gibt es noch kein konkretes Beteiligungsmodell für einen Windpark.

Dennoch ging es in der Fragerunde und teils hitzigen Diskussion schon um sehr konkrete Fragen, wie beispielsweise um den Antransport der Windradflügel und die Beschaffenheit der Waldwege auf dem Hebert.

Bereits für kommenden Mittwoch, 5. Juli, ist eine weitere Veranstaltung zum Thema Windenergie angekündigt: Unter dem Titel "Wo weht Wind in Eberbach?" lädt die FDP Rhein-Neckar um 18 Uhr zu einem Diskussionsabend im Hotel “Krone-Post” ein. Hauptredner ist der energiepolitische Sprecher der baden-württembergischen FDP-Landtagsfraktion Andreas Glück. Bundestagskandidat Dr. Jens Brandenburg wird seine Positionen zur Energiewende vorstellen. Der Biologe und Unternehmer Dr. Michael Riffel will die Schwachpunkte von Artenschutzgutachten unter die Lupe nehmen. In einer offenen Diskussionsrunde wollen sich die Referenten den Fragen der Gäste stellen.

28.06.17

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