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Galgen oberhalb der Neckarhälde lokalisiert - neuen Wanderweg vorgestellt


Auf einem kleinen Bergvorsprung oberhalb der Neckarhälde soll der Galgen gestanden sein. (Foto:Richter)

(hr) Hans Klinge, Eberbacher Hotelier und Hobby-Geologe, beackert seit einigen Jahren ein interessantes heimatgeschichtliches Thema: Er wollte den genauen Standort des ehemaligen Eberbacher Hochgerichts im 16. bis 18.Jahrhundert ausfindig machen. Nach intensiven Studien historischer Quellen in verschiedenen Archiven ist er sich ganz sicher, dass der Galgen auf einem kleinen Bergvorsprung, einer leichten Verebnung etwa 100 Meter unterhalb des heutigen Breitenstein-Parkplatzes gestanden haben muss. Vorerst kann der Standort aber nicht als gesichert gelten, sondern muss als "vermutet" bezeichnet werden. Es gibt nämlich bis jetzt keine Beweise dafür. Vieles spricht allerdings für Klinges Standortfestlegung, nicht zuletzt die Tatsache, dass das Gewässer, das 20 Meter neben der Örtlichkeit entspringt, von Alters her "Galgenquelle" heißt, und die Wiese daneben in allen Unterlagen als "Galgenwiese" bezeichnet wird. Außerdem spielte Hans Klinge als Kind immer in der Gegend, die "am Galgen" bezeichnet wurde. Bei der genauen Standortfestlegung nahm Klinge die Hilfe von Geobiologen in Anspruch, die drei "unheimliche" Punkte markierten. Klinge vermutet diese drei Punkte als Eckpunkte eines so genannten "dreischläfrigen" Galgens, wie er im 16.Jahrhundert üblich war und heute noch in Beerfelden zu sehen ist. Als er bei einem dieser Punkte mit einem Stab in die Erde bohrte, stieß er auf einer Fläche von 1,20 mal 1,20 Metern immer in gleicher Tiefe auf einen Widerstand, was auf eine Fundamentplatte hindeuten könnte. Für die weitere Überprüfung dieser Theorie wären Grabungen notwendig, für die aber die Zustimmung des Denkmalamts erforderlich ist.
Der Standort des Eberbacher Galgens ist Bestandteil eines neuen heimatgeschichtlichen Wanderwegs, der vom Arbeitskreis Tourismus und Gastronomie gemeinsam mit der Tourist-Information angelegt, beschildert und in einer Broschüre dokumentiert wurde. Gestern wurde der Weg mit einer geführten Wanderung der Öffentlichkeit vorgestellt. Er beginnt am Alten Markt, dem Standort des ehemaligen Malefiz-Gerichts. Am Alten Rathaus (heute Museum) wurde eine Tafel angebracht, die darauf hinweist. Der Weg führt zunächst über die Hauptstraße und die Neckarstraße zur Neckarhälde und dann hinauf zum Galgen. Er folgt damit dem "letzten Gang" der Verurteilten. Am Galgen wurden die "Malefikanten" dann gehenkt, enthauptet oder gerädert. Wer nicht zum Tode verurteilt war, wurde ausgepeitscht oder gebrandmarkt.
Die weiteren Stationen des Wanderwegs bieten Informationen über Geologie, Landschaft und Bewirtschaftung am Breitenstein, die "Wildmauern", den letzten Wolf, die Nutzung des Buntsandsteins und die Spuren der Römer. Der Weg ist von der Stadt aus in vier bis fünf Stunden zu bewältigen. Die Info-Broschüre gibt es bei der Tourist-Information, Kellereistraße 36, 69412 Eberbach, Tel. (06271) 4899.

E-Mail-Kontakt: tourismus@eberbach.de

22.04.02

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