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Wenn die Seele durch das Instrument spricht


(Fotos: privat)

(bro) (usp) Ein Violoncello im Streich- oder Symphonieorchester, verdoppelt vom Kontrabass in Oktavparallelen, liefert der Musik ein Fundament, gelangt aber nur selten als Soloinstrument ins Bewusstsein der Zuhörer, wenngleich viele Komponisten ihre komponierten Cello- Kantilenen sehr geliebt haben. Alexandra Netzold zeigt ihren Zuhörern seit vielen Jahren, dass eines der größten Familienmitglieder der Streichinstrumente auch eines ihrer ausdrucksstärksten Instrumente sein kann, wenn man die Seele durch das Instrument sprechen lässt. Am 5. Juli eröffnete die in Hirschhorn wohnende Cellistin die Konzertreihe „AusKlang“ - wie es nun schon seit sechs Jahren bereits Tradition ist - in der Hirschhorner Klosterkirche.

Während sie in den letzten Jahren als Solistin glänzte, hatte erstmalig die Cellistin in Brigitte Becker eine einfühlsame und überzeugende Klavierbegleiterin dabei. In zahlreichen Passagen verschmolz das Duo zu einer Einheit in Klang und Harmonie. Seit acht Jahren führen die Musikerinnen auf einander bestens eingespielt gemeinsam originär komponierte oder für diese Besetzung geschmackvoll transkribierte Kammermusik auf. Mit dem Andante cantabile aus dem „Danse orientale op. 2 Nr. 2“ von Rachmaninoff wurde der Abend stimmungsvoll eröffnet. Gewannen sie hiermit bereits die Kenner, flogen ihnen spätestens mit dem zweiten Stück „Après un reve“ die Herzen der Liebhaber zu, mit einem Stück von Gabriel Fauré, das eigentlich einmal als romantisches Kunstlied komponiert war.

Zwischen den Musikstücken las Netzold die Hintergründe ihrer neuen CD „Lebenslinie“ vor, deren eingespielte Stücke auch dem Konzertprogramm des Abends zugrunde lag. Das Album spannt einen Bogen zwischen eigentlich ganz unterschiedlichen Komponisten wie von Johannes Brahms zu Bohuslav Martinu. Dazu gab Alexandra Netzold Teile ihres eigenen biographischen Hintergrunds preis: So reichen ihre familiären Wurzeln bis zum Schwarzmeer und vereinen damit die zitierten Komponisten der mit Brigitte Becker aufgenommenen CD.

Eine Arabesque von Bohuslav Martinu mit der folgenden Berceuse op. 16 von Faure führte nochmals die wechselnden Ausdrucks-und Klangbilder zwischen europäischem Westen und Osten vor. Tschaikowskys Nocturne op. 19 Nr. 4 leitete die Abend-Nachtstimmung ein, allerdings ließ der Danza española Nr. 5 von Enrique Granados, einem Komponisten, der der Interpretin besonders am Herzen liegt, noch einmal das sonnige Temperament aus dem Südwesten unseres Kontinents aufblitzen. Das als „Wiegenlied op. 49 von Johannes Brahms“ angekündigte Stück entpuppte sich schnell als das populärste seiner Kunstlieder, auch wenn der Text „Guten Abend, gut‘ Nacht“ der Transkription zum Opfer gefallen war, denn den Gesang hatte das Cello übernommen.

Slawisches Temperament ergab in den Variationen Nr. 1, 3 und 5 über ein slowakisches Thema von Martinu überraschende Akzente, virtuose Passagen und sogar Geräusche auf dem Cello, die kaum ein Zuhörer Instrument und Solistin zugetraut hätte. Mit einer einfühlsam gespielten Duo-Version von Schumanns Charakterstück „Träumerei“ aus dem Zyklus „Kinderszenen für Klavier“ op. 15 ging ein beeindruckender "AusKlang" zu Ende. Als Dankeschön für den nicht anhaltend wollenden Applaus wurde nochmals die 5. Variation Martinus mit all ihrer Virtuosität wiederholt.

Der nächste Ausklang am 19. Juli um 20.44 Uhr in der Klosterkirche Hirschhorn ist der Flöte gewidmet. Die bekannte Heidelberger Konzertflötistin Barbara Rosnitschek, die auf eine Reihe hochkarätiger Konzerte in den Hirschhorner Kirchen zurückblicken kann, knüpft mit ihrem neuen Programm an das Ausklang-Konzert 2016 an, wo sie die Vielfalt und Facetten der Ausdrucksmöglichkeiten ihres Instrumentes als Solistin virtuos präsentiert hatte. „Schatten des Windes“ - unter diesem Motto steht ihr „AusKlang“ dieses Mal. Lebt doch die Flöte vom Wind - stürmisch, übermütig, erfrischend oder auch einmal beruhigend, besänftigend. Es werden Werke auf der Querflöte, der Altquerflöte und Piccolo Flöte gespielt werden - u.a. von J.S. Bach, Telemann und Paganini. Barbara Rosnitschek gibt jährlich einen Meisterkurs in Spanien. So ist auch dieses Jahr wieder ein „Flamenco für Flöte solo“ im Konzertgepäck, der sicher für Überraschung und mitreißenden Rhythmus sorgen wird.

10.07.17

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