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Als Alternative steht ein städtischer Finanzierungszuschuss im Raum


(Foto: Hubert Richter)

(hr) Der Eberbacher Gemeinderat lehnte gestern Abend mit großer Mehrheit die Übernahme einer Kreditbürgschaft zu Gunsten des Vereins “Stiftung Altersheim Eberbach e.V.” ab.

Der Verein betreibt das Pflegeheim “Lebensrad” im Schafwiesenweg und ist auch Eigentümer des ehemaligen Seniorenheims “Dr.-Schmeißer-Stift” in der Luisenstraße, das seit über acht Jahren leer steht, jetzt aber saniert und für betreutes Wohnen umgebaut werden soll. Dafür benötigt der Verein laut aktuellem Finanzierungsplan ein Darlehen in Höhe von 2 Millionen Euro. Damit man günstigere Kreditkonditionen erhält, hat der Verein bei der Stadt die Übernahme einer Bürgschaft für den Kredit beantragt.

In der ausführlichen Diskussion über dieses Thema zeigten sich viele Ratsmitglieder skeptisch, was die Wirtschaftlichkeit des Umbauprojekts angeht. Der Fraktionssprecher der Freien Wähler, Peter Wessely, kritisierte die lange Zeitdauer bis zum Sanierungsbeschluss, hielt die Sanierung für finanziell riskant und das Schmeißer-Stift mit seiner Betonbauweise für den Umbau kaum geeignet. Peter Stumpf (AGL) wies darauf hin, dass ein Wirtschaftsberatungsunternehmen eine Finanzierungslücke von 500.000 Euro festgestellt hat, selbst wenn die Stadt die Bürgschaft übernimmt. Der Verein versucht jetzt, diese Lücke durch Spenden zu schließen. Nachdem 250.000 Euro von der Dietmar-Hopp-Stiftung zugesagt wurden und laut Wolfgang Kleeberger (CDU) bisher 40.000 Euro an weiteren Spenden eingegangen seien, fehlen aktuell noch 210.000 Euro. Selbst wenn die Summe erreicht werden könne, sieht Peter Stumpf erhebliche Risiken, beispielsweise durch steigende Baukosten oder Verzögerungen bei der Bauzeit. Für Stumpf ist das Projekt nicht solide finanziert und deshalb eine städtische Bürgschaft nicht verantwortbar.

Die meisten Mandatsträger sahen das wohl genauso, denn in der Abstimmung waren nur Michael Reinig (Freie Wähler) und Klaus Eiermann (SPD) für die Übernahme einer Bürgschaft. Bürgermeister Peter Reichert, der auch Vorsitzender des Vereins Stiftung Altersheim ist, hatte bereits im Vorfeld angekündigt, das Sanierungsprojekt nicht weiterzuverfolgen, wenn die Stadt keine Bürgschaft übernimmt.

Allerdings zeichnete sich gestern eine Alternativlösung ab: Von der Verwaltung und auch von Stadtrat Wolfgang Kleeberger wurde vorgeschlagen, statt der Übernahme einer Bürgschaft eine Art Finanzierungszuschuss zu leisten. Dabei könnte die Stadt die höheren Zinskosten gegenüber einem mit Bürgschaft abgesicherten Kredit übernehmen, was je nach Rechenmodus 10.000 bis 20.000 Euro pro Jahr bedeuten könnte. Mehrheitlich wurde beschlossen, in einer der nächsten Ratssitzungen über diese Möglichkeit zu entscheiden.

26.10.18

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