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70 Jahre und ein bisschen weise


O.l.: Bürgermeister Peter Reichert übergibt eine Spende an Stammesführer Carsten Stillner, o.r.: Gerd Teßmer mit seiner besonderen Gabe an die Silberreiher, unten v.l.n.r.: Beatrice Hanusch (Stv. BdP-Landesvorsitzende Baden-Württemberg), Valentin Waldthausen (BdP-Landesschatzmeister) und Claudia Seubert (1. Vereinsvorsitzende Silberreiher). (Fotos: Andrea Koß)

(ak) 70 Jahre Pfadfinderstamm Silberreiher in Eberbach und 10 Jahre „Singender Reiher“ – diese besonderen Jubiläen feierten die Silberreiher am gestrigen Samstag auf dem Gelände ihres Stammesheims in der Wilhelm-Blos-Straße. Seit 1949 sind die Silberreiher eingetragener Verein und inzwischen dem Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder (BdP) angeschlossen.

Zum Mitfeiern eingeladen waren neben langjährigen Weggefährten und dem Eberbacher Bürgermeister Peter Reichert auch die Eltern der Kinder und Jugendlichen, die Mitglieder sind und je nach Alter als Wölflinge (6 - 11 Jahre), Pfadfinder (12 - 16 Jahre) oder Ranger und Rover (17 – 25 Jahre) mitmachen.
Am späten Nachmittag begrüßte Claudia Seubert als Vereinsvorsitzende der Silberreiher die Gäste zusammen mit dem derzeitigen Stammesführer Carsten Stillner (Pfadfindername: “Prille”) und gab das Wort weiter an Bürgermeister Peter Reichert.
Dieser würdigte neben dem „großen“ Jubiläum auch das des „Singenden Reihers“, einer Sing-Runde, die jährlich stattfindet und dies bereits im 10. Jahr. Für Reichert ist Singen die schönste Art, sich auszudrücken, er bedankte sich ausdrücklich für das Engagement der Silberreiher bei Veranstaltungen wie den Sommertagsumzügen, Volkstrauertagen und für ihre Jugendarbeit sowie für die regelmäßigen Säuberungsaktionen am Ohrsberg, die die Pfadfinder als Gegenleistung für die Nutzung des Stammesheims leisten. Reichert schloss mit der Übergabe seines Gastgeschenks der Stadt Eberbach an Stillner.

Gleich im Anschluss kamen wieder Pfadfinder zu Wort – Valentin Waldthausen als Mitglied des Landesvorstands Baden-Württemberg des BdP und dessen Landesschatzmeister sowie Beatrice Hanusch als stellvertretende Vorsitzende waren angereist. Waldthausen bedankte sich für die Einladung und freute sich auf den abendlichen „Singenden Reiher“, den er zum ersten Mal besuchte. Zur Einstimmung sangen anschließend alle in Begleitung von Yannick Mayer (“Husky”) an der Gitarre das Lied der Silberreiher „Weiße Schwalbe“, bevor Gerd Teßmer das Wort ergriff. Teßmer (“Fips”) ist nun seit 60 Jahren überzeugter Pfadfinder und Mitglied bei den Eberbacher „Pfadis“ und bezeichnet sich als „Alt-Rover“. Einst in der Meute Königstiger als Wölfling dabei, war er später in der Stammesführung aktiv und beschrieb gestern in Erinnerung an diese Zeit mit bewegenden Worten den Pfadfindergedanken, der noch heute unverändert besteht und von den jungen Pfadis weitergelebt wird. Teßmer erzählte von Fahrten ins Ausland, bei denen die Natur Herausforderungen wie zum Beispiel Starkregen stellte, die nicht so einfach zu bewältigen waren. Aber weil Pfadfinder zusammenhalten, fanden sie überall die Hilfe einheimischer Pfadfinder, die sie in diesem Fall trocken übernachten ließ – einer gab ihnen einfach den Schlüssel des örtlichen Pfadfinderheims. Die Pfadfinderei als Institution, die keinen Unterschied macht, welcher Nationalität, Hautfarbe, Religion oder sozialer Herkunft die Menschen sind, leiste einen wichtigen Beitrag in der Gesellschaft und stelle eine demokratisch gesinnte Gemeinschaft aus Menschen dar, die sich freiwillig den Regeln des Pfadfindergedankens unterwerfen. Diese Freiwilligkeit binde die Pfadis aneinander und lasse lebenslange Freundschaften entstehen auf der Basis gemeinsamer Werte und Erlebnisse. Auch eine Regulierung der Geschlechtergerechtigkeit war nie notwendig gewesen, sie wurde einfach schon immer gelebt. Teßmer hatte den Silberreihern neben einer Spende noch etwas Besonderes mitgebracht: Er schenkte ihnen die Fahne seiner Meute Königstiger, in der er 1964 seine Pfadi-Zeit begann.

Claudia Seubert bedankte sich dann bei allen Rednern und schloss mit einem Zitat von Herbert Grönemeyer, das die Pfadfindergemeinschaft gut beschreibt: „Heimat ist kein Ort, Heimat ist ein Gefühl“.
Im Anschluss war das Büffet eröffnet, und die Gäste genossen den frühen Abend bei einem Getränk und guten Gesprächen.
Und für den 10. „Singenden Reiher“ bis in die Nacht hinein waren die Pfadis wieder unter sich.

In den Meuten und Sippen sind derzeit viele Kinder und Jugendliche mit Begeisterung dabei, es werden aber gerne noch weitere Interessierte aufgenommen. Wer Interesse hat, findet Informationen und Kontaktdaten auf der Webseite der Pfadfinder – insbesondere hier zur Geschichte des gemeinnützigen Vereins Pfadfinderstamm Silberreiher e.V. (Link s.u.).

Infos im Internet:
www.silberreiher.de


07.07.19

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