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Niederlande befreit und Waldläufertechnik geübt


Links oben: Stockbrotbacken am Lagerfeuer. Rechts oben: Die Sippen aus Eberbach und Aglasterhausen beim Singewettstreit. Unten: Die Wölflinge befreiten als Geusen unter der Führung von Wilhelm von Oranien die Niederlande von den Spaniern. (Fotos: Stefan Gramlich/Lucas Mayer)

(bro) (ek) Die Pfadfinderinnen des Stammes Goten aus Eberbach und Aglasterhausen haben abwechslungsreiche Ferientage bei ihrem 16-tägigen Zeltlager bei Freudenstadt im Schwarzwald erlebt. Die jüngeren Wölflinge befreiten als Geusen die Niederlande von den Spaniern. Die älteren Pfadfinder bewiesen ihre Fähigkeiten in Lager- und Waldläufertechnik.

Die Pfadfinderinnen und Pfadfinder aus Eberbach und Aglasterhausen trafen sich auch in diesem Jahr mit Gruppen aus dem Pfadfinderbund Süd. So entstand auf der Wiese am Waldrand eine Zeltstadt, in der die typischen Schwarzzelte dominierten. Spiel, Abenteuer und das Erleben von Gemeinschaft standen im Mittelpunkt. Die Kinder und Jugendlichen, gleich welchen Alters, bauten ihre Zelte selbst auf. Sie zimmerten gemeinsam mit ihren Gruppenführern aus Rundholz und Brettern Tische und Bänke. Jede Kleingruppe bereitete ihre Mahlzeiten selbst zu. Die Pfadfinder ab einem Alter von elf Jahren kochten sogar ab und zu auf offenem Feuer oder backten in selbst gebauten Öfen Brote und leckere Kuchen. Viele Abende verbrachten die Kinder mit gemeinsamen Singen am Lagerfeuer.

Die Wölflinge (Mädchen und Jungen im Alter von sechs bis elf Jahren) und Pfadfinder (Elf-bis 16-Jährige) verbrachten eine erlebnisreiche Zeit voller Abenteuer. So halfen die Wölflinge Wilhelm von Oranien dabei, die Niederlande von den Spaniern zu befreien. Darauf hatten sie sich in den Gruppenstunden und den Kurzlagern vor den Sommerferien vorbereitet, indem sie ihre Geschicklichkeit und Gewandtheit übten. Bei einem Stationslauf auf dem Sommerlager, bei dem sie sich mit anderen Gruppen maßen, erfüllten sie anspruchsvolle Aufgaben. Zum Beispiel schmuggelten sie mit einem Bollerwagen Waffen in die Stadt. Sie bauten Rinnen und transportierten darin Wasser, bewiesen ein gutes Gedächtnis beim Kopieren einer Hafenkarte, versenkten Schiffe durch zielgenaues Werfen und transportierten Silberbarren auf einer Trage. Bei diesem Wettstreit der Gruppen belegte die Meute Rotfuchs aus Aglasterhausen bei drei Stationen den ersten Platz.

Dass man Herausforderungen als Gruppe nur dann bewältigt, wenn man kameradschaftlich als Team zusammenarbeitet, erfuhren auch die älteren Pfadfinder. Vor allem beim sogenannten Sippenwaldlauf machte sich dies bemerkbar. Dabei galt es, sich bei verschiedenen Posten in Pfadfindertechnik zu bewähren. Und man musste unter Beweis stellen, dass die Gruppe sich gut organisieren und zusammenzuarbeiten konnte. So bauten die Pfadfinder das typische Schwarzzelt „Kohte“ innerhalb einer begrenzten Zeitspanne auf. Sie bargen eine Person aus einem Auto, bauten eine Trage, schätzten und maßen größere und kleinere Entfernungen mit den eigenen Körpermaßen. Hierbei belegte die Sippe Gepiden aus Aglasterhausen gemeinsam mit den Kimbern und Teutonen aus Eberbach einen guten fünften Platz von 18 teilnehmenden Gruppen.

Zum Lageralltag gehörten darüber hinaus Ball- und Geschicklichkeitsspiele für Pfadfinder und Wölflinge gleichermaßen sowie Gelände- und Organisationsspiele.
Zum Elternbesuchstag am zweiten Lagersonntag bauten die Pfadfinder viele Sport- und Geschicklichkeitsstationen auf der Wiese und im Wald auf. Eltern und Kinder gleichermaßen versuchten sich daran, so dass ein unterhaltsamer generationenübergreifender Wetteifer entbrannte. Bei Pfadfinder- und Wölflingsproben in der zweiten Lagerwoche zeigten die Teilnehmer, was sie gelernt hatten, und erhielten dafür Halstücher und Abzeichen verliehen. Gemeinsame Programmpunkte für alle Altersstufen waren auch ein Kochwettbewerb und ein Singewettstreit. Am vorletzten Lagertag spielten die Gruppen einander Sketche, Einakter und lustige Lagerbegebenheiten vor, die sie während des Zeltlagers einstudiert hatten. Der Abschlusstag und damit das gesamte Lager klangen mit einem Abschlussessen und in den Feuerrunden der einzelnen Gruppen aus.

10.09.19

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