Sonntag, 15. September 2019

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Kurzweiliger Vortrag trotz des trockenen Themas


(Foto: privat)

(bro) (kk) Zahlreiche Zuhörer und vor allem Zuhörerinnen waren gespannt auf den Vortrag des Rentenberaters Markus Vogts, der letzten Freitag auf Einladung des CDU-Gemeindeverbandes Schönbrunn im Rathaus einige recht unbekannte Aspekte der gesetzlichen Rentenversicherung beleuchtete.

Wer erwartete, die komplizierten Regelungen der Rentenversicherung ohnehin nicht zu verstehen, war angenehm überrascht. Überrascht auch darüber, dass nicht Allgemeinplätze zur Auswirkung des demographischen Wandels, sondern konkrete Situationen der gesetzlichen Rentenversicherung aufgezeigt wurden.

Der ausgewiesene Fachmann erläuterte die für viele unverständlichen Begriffe in der jährlich ins Haus flatternden Renteninformation.

„Pflichtbeitragszeit“, „Anrechnungszeiten“, „Berücksichtigungszeiten“, „Altersgrenzen“, alles Begriffe, die dem aufmerksamen Publikum anschaulich erklärt wurden. Was bedeutet es, wenn plötzlich das Kästchen für eine Erwerbsminderungsrente in der Renten-Information fehlt? In diesem Fall sollte man sofort eine Klärung des Rentenkontos veranlassen.

Nach einem kurzen Blick auf die Altersgrenzen und Wartezeiten konzentrierte sich der Vortrag auf die Möglichkeiten, Rentenansprüche und Wartezeiten durch genaue Analyse der eigenen Situation zu verbessern. Wer wusste schon, dass nicht nur die Kindererziehungszeit von derzeit maximal drei Jahren, sondern auch die Zeit bis zum zehnten Lebensjahr eines Kindes als "Berücksichtigungszeit" Einfluss auf die Rentenhöhe haben kann. Insbesondere dann, wenn während der Kindererziehung in den vielfach ausgeübten Minijobs auch Pflichtbeiträge zur Rentenversicherung gezahlt werden. Dabei lag das Augenmerk darauf, dass gerade in Minijobs häufig auf die Möglichkeit zur eigenen Beitragszahlung verzichtet wird und nur die Arbeitgeber die gesetzlich vorgeschriebenen Beiträge zahlen. Schon durch die Zahlung eigener, relativ niedriger Beiträge werden vollwertige Beschäftigungszeiten in der Rentenversicherung erworben.

Fazit: Trotz sinkendem Rentenniveau bleibt die gesetzliche Rentenversicherung die zentrale Säule der Alterssicherung.

Die Diskussion nach dem trotz des trockenen Themas kurzweiligen Vortrag zeigte das hohe Interesse der Zuhörer. Auch individuelle Fragen konnten danach mit dem Referenten noch persönlich erörtert werden.

25.09.13

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