Montag, 24. Juni 2019

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Team belegt den dritten Platz


(Foto: privat)

(bro) (pst) Nach nahezu dreijähriger Pause knüpfte Wladislaw Gumarow bei den Deutschen Karate Meisterschaften in der HUK-Arena in Coburg nahtlos an seine alten Erfolge an und erkämpfte sich den Titel des Deutschen Vize-Meisters. Komplettiert wurde der Erfolg durch den dritten Platz des Teams, das als Außenseiter in diesen Wettbewerb startete.

Bereits in den Vorkämpfen am Samstag dominierte Gumarow die Konkurrenz. 5:0-Punkte jeweils gegen Laudia, Hessen, sowie den Saarländer Meier. Lediglich gegen den amtierenden Vize-Europameister Behrendt aus Schleswig-Holstein wurde es eng. Nach einer frühen Führung Gumarows konnte der Schleswig-Holsteiner durch schnelle Fausttechniken seinerseits in Führung gehen, ehe Gumarow durch einen Wurf mit einer Drei-Punkte-Technik mit 5:2 in Führung gehen konnte. Zwar holte Behrendt dann noch zum 5:4 auf, wirklich gefährdet war der Sieg Gumarows in der Endphase aber nicht.

Im Kampf um den Poolsieg traf Gumarow dann auf den Bremer Bachmann. Bachmann, der bereits früher mit Gumarow im Nationalteam stand, konnte sich auch dieses Mal, wie bei früheren Begegnungen der beiden, nicht durchsetzten und unterlag klar mit 5:2-Punkte.

Das Finale war eine Neuauflage einer schon seit Gumarows Schülerzeiten andauernden Konkurrenz. Sein Gegner hieß wieder einmal Noah Bitsch aus Thüringen, der wohl derzeit beste deutsche Karateka. Und dieser wirkte sichtlich nervös, zumal Gumarow die letzten Begegnungen immer wieder für sich entscheiden konnte. In einer äußerst spannenden Begegnung konnte Bitsch eine 2:0-Führung herausarbeiten, ehe Gumarow in der Schlussphase ein Wurf gelang. Die Halle stand buchstäblich Kopf, hätte dies doch eine Drei-Punkte-Wertung bedeutet und den Kampf umgedreht. Die Kampfrichter sahen die Folgetechnik jedoch nicht im Ziel und gaben daher die Wertung nicht. Bitsch war Deutscher Meister. Wladislaw Gumarow erwies sich jedoch trotz Wettkampfpause als absolut ebenbürtig und war einer der herausragenden Kämpfer bei dieser DM.

Am Sonntag standen dann die Teamkämpfe auf dem Programm. Als Dritter der Landesmeisterschaften war das Team der KG Odenwald, in dem die Eberbacher Wladislaw Gumarow und Sergen Steinbauer starteten, krasser Außenseiter. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung wuchs das Team allerdings über sich hinaus und fertigte die KG Schleswig-Holstein ebenso wie die KG Hessen jeweils mit 3:0- Einzelsiegen ab. Auch die sehr kampfstarke Auswahl aus Nordrhein-Westfalen hatte keine Chance und unterlag mit 3:1-Einzelsiegen. Um den Poolsieg und somit Einzug ins Finale traf das Odenwälder Team dann auf den mehrfachen Deutschen Meister, MTV Ludwigsburg. In einer spannenden Begegnung konnten die Ludwigsburger drei Einzelkämpfe äußerst knapp für sich entscheiden und zogen mit einem 3:0-Sieg in das Finale ein. Dem Team der KG Odenwald blieb somit der Kampf um Platz drei in der Trostrunde. Hier trafen die Odenwälder auf das Team vom der KG Brandenburg, das den ehemaligen Vize-Europameister Enrico Höhne in seinen Reihen hatte. Auch hier steigerten sich die Kämpfer der KG Odenwald noch einmal deutlich und ließen den Brandenburgern mit 3:1 keine Chance. Die Sensation und somit der dritte Platz waren somit perfekt. Da der MTV Ludwigsburg das Finale gewann, unterlag das Team um den Eberbacher Trainer und Coach Peter Steinbauer mit Wladislaw Gumarow, Sergen Steinbauer, Alexander Schmitt, Sebastian Morgenroth, Vadim Becker und Ashkan Dalvandi nur dem Deutschen Meister aus dem eigenen Bundesland.

02.04.14

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